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Blaualgen im Barleber See – Empfehlungen des Gesundheitsamtes Magdeburg

Vor Ort auf Aushänge achten

Seit dem 2. August 2017 werden im Barleber See vermehrt Blaualgen beobachtet. 

Das Gesundheitsamt gibt Handlungsempfehlungen und führt weitere Kontrollen nach Bedarf durch. 

Algenmassenentwicklungen stellen sich in natürlichen Gewässern oft während Schönwetterperioden sehr plötzlich ein und sind daher nicht vorhersehbar. Manche Blaualgen sammeln sich bevorzugt an der Wasseroberfläche und werden durch den Wind in Ufernähe getrieben, wodurch teppichartige Beläge auf dem Wasser und in der Nähe des Ufers gebildet werden können. Die grundsätzliche Möglichkeit zur Entwicklung von Blaualgen an Badeseen ist in der Badegewässergütekarte Sachsen-Anhalt verzeichnet. Auch die Seen in Magdeburg sind mit diesem Hinweis markiert.
 
Am 2. August setzte am Barleber See eine Blaualgenmassenentwicklung ein, woraufhin der Fachbereich Schule und Sport als Betreiber umgehend Informationen mit Hinweisen zum Verhalten beim Auftreten von Blaualgen und möglichen Gesundheitsgefährdungen für die Bürger an den Kassen ausgehängt und zusätzliche Duschen aufgestellt hat. Das Kassenpersonal verweist zusätzlich mündlich auf das Vorhandensein der Blaualgen und die Aushänge.
 
Durch das Gesundheitsamt wurde am 3. August festgestellt, dass zum Zeitpunkt der Begehung an den Stränden der Wachtürme 1 und 2 keine Blaualgen mehr feststellbar waren, das Wasser am Turm 3 jedoch noch immer eine grüne Verfärbung aufwies. Die Möglichkeit einer wiederkehrenden Blaualgenmassenentwicklung mit Teppichbildung, insbesondere in Buchten, wo die Algen vermehrt durch den Wind zusammengetrieben werden, bleibt bestehen.
 
Es wird darauf hingewiesen, dass bestimmte Blaualgen Giftstoffe bilden können, die allergische Reaktionen, Haut- und Schleimhautreizungen sowie Atemwegserkrankungen und Fieber auslösen können. Daher sollten ein sehr langer Hautkontakt und das Verschlucken von Wasser beim Schwimmen sowie der Aufenthalt in Bereichen mit sichtbaren Schlieren oder Teppichen möglichst vermieden werden. Kinder und Allergiker sind besonders gefährdet.
 
Wer nicht auf das Baden verzichten möchte, sollte sich unbedingt nach dem Baden gründlich abduschen und die Bekleidung wechseln.
 
Am Badegewässer werden nach Bedarf weitere Kontrollen durch das Gesundheits- und Veterinäramt durchgeführt.

Symbolfoto: Badessee mit Blaualgen